Absolute Ehrensache!

Verfasst von Redaktion (SPR) am 11. März 2010 | Journal

JOURNAL • März 2010

Von Erika Reglin

Lassen wir jene hochleben, die ein EHRENAMT bekleiden.

Wer sind diese Leute, die sich so alturistisch entgegen des Werbe-Ich-Trends aufführen? Muss man denen nicht misstrauisch begegnen? Wem glaubt man Motive, die nichts mit dem eigenen Egoismus zu tun haben? Schon Mutter Theresa wusste es: “Wenn du nett bist, werden dir die Leute egoistische Motive unterschieben. Sei trotzdem nett.”

“Das machst du doch nur aus egoistischen Gründen!”, lautet die Schuldzuweisung an alle, die es wagen, der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen. “Na und?” möchte man antworten. “Und was ist jetzt weiter?” Ephraim Kischon hat hierüber übrigens die lustigsten Kurzgeschichten verfasst.

Aber mal Spaß beiseite.

Denn das Ehrenamt spottet den Aufregern. Nämlich denen, die sich nicht genug darüber erhitzen können, dass es Leute gibt, die  “vor dem Fernseher verdummen” und “zu keinem geregelten Tagesablauf  in der Lage seien”. Die würden natürlich keinen Anreiz zur Arbeit sehen, gäbe man ihnen ein Grundeinkommen. Meistens kommt dann noch der Einwand hinterher, dass die Stärkeren (also die Reichen und Mächtigen) sich das nicht einfach so gefallen ließen und hinten dran geklebt wird dann noch die sich wiederholende Historie.

Ganz Erregte lassen es noch viel direkter los, ich zitiere einen Kommentar aus Facebook anlässlich einer öffentlichen Diskussion über das BGE: “Für einen vor dem TV verblödeten, faulen und zugefressenen Typen möchte ICH NICHT das BGE oder was auch immer erwirtschaften (müssen). Niemals!”

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Videopodcast von Alice: “Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?”

Verfasst von Redaktion (SPR) am 10. März 2010 | Grundeinkommen

 

Filmfestspiele versus Suppenküchen

Verfasst von Redaktion (SPR) am 9. März 2010 | Journal

JOURNAL • März 2010

Von Erika Reglin

Was ist gesellschaftliche Teilhabe?

Im Zusammenhang mit der Hartz IV Debatte und dem durch das Bundesverfassungsgericht festgestellten Umstand, dass die Regelsätze nicht verfassungskonform sind, darf man davon ausgehen, dass die Richter in etwa eine Ahnung von diesem Begriff hatten. Das erfordert eine abstrakte Denkfähigkeit. Danke, liebe Richter.

Bei dem Beschluss, wie viel Geld jemand erhalten soll, der es nicht selbst erwirtschaftet, ging man davon aus, dass dieser jemand wohnen, essen und sich ein paar Biere leisten können soll. Würde dieser jemand in den Slums von Brasilien leben, hätte man ihn damit wohl zu einem Privilegierten gemacht. Doch wir sind in Deutschland. In einem Land, bei dem dem Arbeitslosen an jeder Ecke die Dinge begegnen, die er sich nicht leisten – an denen er nicht teilhaben – kann.

Im Fernsehen die Oscars, draußen die Littfasssäulen mit bunten Bildern von Premierenaufführungen, schicke Restaurants, auf deren Tischen frische Blumen stehen und duftendes Essen serviert wird, auf den Straßen viele neue Autos, in den Supermärkten täglich frisches Obst und Gemüse, beim Schlachter feinstes Lammkarree, in den Boutiquen die neuesten Modetrends, Schuhe aus Italien, in den Regalen Transformer-Spielfiguren, die so viel kosten, wie ein ganzer Einkauf bei Lidl, in den Bioläden genfreies Food und umweltverträglich geernteter Kaffee. (more…)

Morgen- und Abendland – und wo ist Brasilien?

Verfasst von Redaktion (SPR) am 9. März 2010 | Netzwerk

NETZWERK

Von Behnam Moghaddam

Oder: Nur für das Unbekannte und das Gewöhnliche braucht der Mensch keine Worte

Galerie Morgenland, mitten in Eimsbüttel, an einem Sonntag, im Februar. Ich bin wohl fünf Minuten zu spät, aber als ich eintrete, schaut keiner böse. Es ist eher Freude, die in den anwesenden Gesichtern zu erblicken ist. Wahrscheinlich, so deucht mir, ist es eher Vorfreude und hat gar nichts mit mir zu tun. Ein knappes Dutzend dieser Gesichter warten hier gespannt auf den Besuch aus Übersee. Einige Wochen sind die Beiden nun schon unterwegs. Auf „Europa-Tour”. Seit ihrem Start in Rom haben sie diverse Initiativen und Netzwerke bereist, um ihr Projekt vorzustellen unter anderem Basel, Karlsruhe bei Götz Werner, Köln, Bernburg, Dresden, Berlin, Hamburg, und folgen sollen noch Bremen und Braunschweig, dann Kopenhagen und dann nach England.

2006 haben Bruna und Marcus aus Sao Paolo, Brasilien eine kleine NGO (Nichtregierungsorganisation) mit dem schönen Namen ReCivitas gegründet um chancenlosen Einwohnern das Bürgersein zurückzugeben. Kein einfaches Unterfangen, so scheint es mir…

Und dann sind sie da. Bei Wein und kleinen abendlichen Snacks geben sie Antworten zu Fragen, die sie schon oft beantworteten in den letzten Wochen. Sie wirken äußerlich etwas ausgepowert aber innerlich – das spürt man ganz deutlich – lodert und brennt ein Feuer hinter dem sich jedes Osterfeuer verstecken könnte. Mehr als bereitwillig, mit Hingabe beantworten, beantworten und beantworten sie höflich und freundlich alles, was einem als Frage in den Sinn kommen könnte. (more…)

 
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Hamburger Netzwerk Grundeinkommen

Das Hamburger Netzwerk besteht aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die den Gedanken des Grundeinkommens in die Öffentlichkeit tragen. Wir setzen uns überparteilich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein, dessen Höhe so bemessen ist, dass es nicht nur die bloße Existenz sichert, sondern tatsächlich gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

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Bedingungsloses Grundeinkommen?

Die Idee: Jedes Mitglied der Gesellschaft hat einen unbedingten Anspruch auf ein regelmäßiges und existenzsicherndes Einkommen. Als individueller Rechtsanspruch soll das Grundeinkommen vom Staat ausbezahlt und an keine Bedingungen geknüpft werden, weder an individuelle Bedürftigkeit noch an Arbeitsleistung oder Arbeitsbereitschaft.

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Grundeinkommenskongress 2008

Freiheit statt Vollbeschäftigung

 

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